Ländlicher Raum

Wie war das noch mit der Henne und dem Ei: Verließen zuerst die Menschen das Dorf, wurden dadurch keine Kinder mehr geboren, dann Kitas und Konsum geschlossen – oder umgekehrt? Tatsache ist jedenfalls: Die ländlichen Regionen jenseits von Städten und Speckgürtel dünnen aus: Junge ziehen weg, Kinder wachsen nicht nach, die Älteren werden älter und bleiben – unter sich. Wir erleben aber auch: Mancherorts kommen Hiergeborene zurück und neue Leute, Raumpioniere, besiedeln leergezogene Gegenden.

Wir glauben, dass die Zukunft Ihrer, Eurer, unserer Dörfer und Gemeinden nicht nur von der Länge verlegter Glasfaserkabel und von EinwohnerInnenzahlen abhängt. Alle sollen Brötchen kaufen und auf den Brandschutz zählen können, Arzt und Amt erreichen, mit sauberer Luft und Wasser leben. Warum stärken die Fördermittel für den ländlichen Raum diesen so wenig spürbar? Was ist dran an der These, dass es dem ländlichen Raum gut ging, solange die Landwirtschaft in die dörfliche Gemeinschaft eingebettet war?

Die Beantwortung all dieser Fragen erfordern neue politische Strategien: Siedlungs-, Verkehrs-, Boden- und Infrastrukturpolitik sowie Städtebau sind dabei besonders gefragt und sollten in eine integrierte Raumplanung fließen. Nur so lässt sich die Daseinsvorsorge im gesamten Land für alle Generationen sichern.

Um neue politische Strategien auf ein gutes Fundament im Landtag zu stellen, haben wir im Landtag die Enquête-Kommission zur Zukunft der ländlichen Regionen angestoßen. Im Sommer 2015 nahmen die Abgeordneten aus allen Fraktionen mit fünf externen Fachleuten ihre Arbeit auf. Sie erabeiteten zum Abschluss der Legislaturperiode ihren Abschlussbericht.

Aktuelle Nachrichten

29.08.2019

Gute Halbjahreszahlen des Ostdeutschen Sparkassenverbands – Filialschließungen sollten Tabu sein

Der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) hat in seiner Halbjahrespressekonferenz heute seine Bilanz vorgelegt. Einlagen und Kreditvolumen wachsen weiter, man gehöre zur Spitzengruppe innerhalb der deutschen Sparkassenorganisation.

Gleichzeitig aber wird die Versorgung mit geld- und kreditwirtschaftlichen Leistungen durch die Schließung von Geschäftsstellen auch in Brandenburg eingeschränkt. Aktuelles Beispiel ist die MBS-Zweigstelle in Schönwald, Ortsteil Schönwalde im Spreewald.

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29.08.2019

104 Millionen Euro für Witterungsschäden 2018 - Bündnisgrüne fordern Klimafitnessprogramm für die Landwirtschaft

Angesichts der fortschreitenden Dürre hatte sich die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag nach Klimaanpassungshilfen sowie den Zahlungen für Ertragsausfälle 2018 erkundigt. Die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage ergab, dass insgesamt 104 Millionen Euro für Ertragsausfälle gezahlt wurden. Bisher waren 72 Millionen Euro Dürrehilfen bekannt. Ein Klimaschutz- und Anpassungsprogramm existiert nicht. Hierzu sagt der landwirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion, Benjamin Raschke:

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28.08.2019

Niedrigwasser in Spree und Schwarze Elster. Bündnisgrüne: Gesamtkonzept fehlt

Der umweltpolitische Sprecher der bündnigrünen Landtagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Benjamin Raschke, äußert sich zur Extremsituation der Spree und der Schwarzen Elster: „Es rächt sich nun bereits im zweiten Jahr in Folge, dass die Brandenburger Landesregierung kein Konzept zum Umgang mit den Bergbaufolgeseen in der Lausitz hat. Wir müssen um jeden Tropfen Wasser kämpfen. Es braucht dringend die Erstellung eines wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzeptes zur Anpassung an den Klimawandel, um den Wasserhaushalt der Lausitz zu stabilisieren."

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23.08.2019

Grandioses Signal von Volksinitiative – Artenschutz gibt’s nur mit Bündnisgrünen

Zum heute vorgestellten Zwischenergebnis der Volksinitiative „Artenvielfalt retten - Zukunft sichern!“ sagt der Spitzenkandidat von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Benjamin Raschke: „50.789 Stimmen in vier Monaten, das ist ein grandioses Zwischenergebnis und ein wichtiges Signal für den Artenschutz bei uns in Brandenburg. Ich gratuliere den die Volksinitiative tragenden Organisationen.

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22.08.2019

Ausbaupläne der Oder in der Kritik. Schulterschluss von Brandenburger Bündnisgrünen mit polnischen Grünen

Brandenburger Bündnisgrüne haben heute eine kritische Stellungnahme gegen die Pläne Polens eingereicht, den Grenzfluss Oder zu verbauen. „Die Oder muss als naturnaher Fluss geschützt werden“, sagt der umweltpolitische Sprecher der bündnisgrünen Landtagsfraktion Benjamin Raschke. Der Umweltpolitiker weist darauf hin, dass die Oder einer der letzten frei fließenden und naturnahen Flüsse in Europa sei. „Die geplanten Ausbauarbeiten in der Oder werden über weite Strecken die Vernichtung gewachsener Gewässerstrukturen als Lebensraum wertvoller Arten zur Folge haben“, wird in ihrer Stellungnahme an die Umweltbehörden in Warschau kritisiert. Die Brandenburger Landesregierung prüft derzeit ebenfalls die polnischen Unterlagen, wie Minister Jörg Vogelsänger auf eine Anfrage Benjamin Raschke hin mitteilte. Von polnischer Seite werden die Ausbaumaßnahmen mit dem Hochwasserschutz begründet. So soll der Einsatz von Eisbrechern erleichtert werden. Die Bündnisgrünen und Umweltverbände gehen davon aus, dass der Oderausbau aber vornehmlich dazu dienen soll, die Oder für große Frachtkähne schiffbar zu machen.

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