Ambrosia

Im Land Brandenburg breitet sich die beifußblättrige Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) immer weiter aus. Der Süden Brandenburgs mit den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, Elbe-Elster und Dahme-Spreewald ist deutschlandweit eine der am stärksten von Ambrosia betroffenen Regionen. Sehr hohe Belastungen treten in den Städten Drebkau und Vetschau auf.

Eine Ambrosiapflanze produziert bis zu 60.000 Samen pro Jahr, welche bis zu 40 Jahre keimfähig bleiben. Die Ausbreitung der Ambrosie bereitet große Sorgen – die biologische Vielfalt, die heimische Landwirtschaft und die Gesundheit der Menschen sind gefährdet. Die winzigen Pollen der Ambrosia gelten unter Allergologen als besonders aggressiv und können neben starken Allergien sogar Asthma auslösen.

Das Land Brandenburg läßt die Kommunen bei der Bekämpfung der Ambrosia zumeist allein. So fehlt es an einer finanziellen, fachlichen und rechtlichen Unterstützung der betroffenen Kommunen sowie an einer ressortübergreifenden Abstimmung. Im Landtag setze ich mich für eine Unterstützung der Kommunen durch das Land ein, sei es bei der Bekämpfung der Ambrosia in betroffenen Regionen oder für Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung. 

Aktuelle Informationen

15.07.2019

Umweltskandal erster Güte: Bündnisgrüne fordern Aufklärung über Fischsterben in der Schwarzen Elster

Das große Fischsterben in der Schwarzen Elster ist für die Brandenburger Bündnisgrünen ein "Umweltskandal erster Güte". Aufgrund der Einleitung von saurem Grundwasser gibt es seit Wochen ein großes Fischsterben in dem südbrandenburger Fluss. Trotz frühzeitiger Informationen durch den Landkreis Elbe-Elster handelten Landesbehörden nicht. Als Verursacher stehen die Baumaßnahmen der Erdgaspipeline Eugal in dringendem Verdacht, eine Mitschuld an der aktuellen Situation zu haben.

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10.07.2019

Gentechnisch verunreinigtes Rapssaatgut – auch Brandenburg betroffen

Auf rund 19 ha Brandenburger Ackerfläche, das sind mehr als 26 Fußballfelder, wurde im vergangenen Jahr gentechnisch veränderter Raps angebaut, aufgrund eines verzögerten Meldeverfahrens. Dies bestätigte die Landesregierung auf Anfrage des umweltpolitischen Sprechers der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Brandenburger Landtag Benjamin Raschke. Immer wieder werden gentechnische Verunreinigungen in Saatgut von Mais und Co. nachgewiesen. Allein in Brandenburg war das in 11 Maisproben in den vergangenen 10 Jahren der Fall. Dann gelangt das betroffene Saatgut gar nicht auf die Äcker, da es vor der Aussaat untersucht und bei Beanstandungen direkt aus dem Verkehr gezogen wird. Allerdings kam es im vergangenen Jahr auf Brandenburger Äckern zur Aussaat von Raps mit Beimengungen von gentechnisch verändertem Saatgut (GT73), weil die für die Untersuchungen verantwortlichen französischen Behörden die Verunreinigungen erst nach der Aussaat meldeten.

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21.06.2019

Neue illegale Müllablagerungen im Land Brandenburg - Umweltgefährdung weiter offen

Brandenburg bleibt ein Paradies für Müllhändler, die Abfall unrechtmäßig und unsachgemäß verklappen. Die Zahl der illegalen Müllkippen in Landesverantwortung verharrt weiter auf einem hohen Niveau. Seit Mitte 2018, als die Landesregierung die Zahl der illegalen Halden in Landesverantwortung mit 91 angab, wurden acht neue illegale Müllablagerungen bekannt. Die Zahl der als beräumt geltenden illegalen Halden stieg in diesem Zeitraum von 18 auf 22, wie aus einer Kleinen Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hervorgeht. Die acht neu bekannt gewordenen illegalen Halden liegen in Hennersdorf (Elbe-Elster), Boblitz, Sedlitz (Oberspreewald-Lausitz), Demerthin, Halenbeck/Rohlsdorf (Prignitz), Werbig (Märkisch-Oderland) sowie in Beeskow und Eisenhüttenstadt (Oder –Spree).

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17.06.2019

Rückstand bei Roten Listen – Arbeitsgrundlage für den Naturschutz wird höchst schleppend aktualisiert

Die bündnisgrüne Landtagsfraktion bemängelt die unzureichende Aktualisierung der "Roten Listen" gefährdeter Tier- bzw. Pflanzenarten. Die letzte Rote Liste der Brutvögel Brandenburgs - politisch relevant etwa für die Bewertung des Einsatzes von Spargelfolie - wurde beispielsweise bereits 2008 veröffentlicht. Die Rote Liste der Wespen ist von 1998, also bereits 21 Jahre alt. In einer Kleinen Anfrage hat die Fraktion den aktuellen Stand bei der Erarbeitung der Roten Listen abgefragt.

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06.06.2019

Kommunaler Klimaschutz: Habeck sieht den Bund in der Pflicht

Der Bundesvorsitzende von Bündnis 90/ Die Grünen Robert Habeck hat sich am Donnerstag im Rathaus von Hohen Neuendorf (Oberhavel) über konkrete Klimaschutzaktivitäten in der Brandenburger Kommune informiert. An dem Treffen nehmen u. a. auch der Bürgermeister Steffen Apelt, die Klimaschutzbeauftragte der Stadt Heiderose Ernst, die Sprecherin des Kreisverbandes Julia Schmidt und die beiden Fraktionsvorsitzenden der Bündnisgrünen in der SVV, Nicole Florczak und Thomas von Gizycki, teil. Neben der Vorstellung des städtischen Klimakonzeptes wurde bei dem Gespräch auch über die Intensivierung der kommunalen Klimaschutzmaßnahmen diskutiert werden. Bürgermeister Steffen Apelt wies auf die teilweise überbordende Förderstruktur hin. So sei es nicht zu verstehen, warum man beispielsweise sogar eine Ernennungsurkunde zum Bürgermeister mitliefern musste. Auch sei es ein Problem, dass es teilweise Gelder erst nach einer Maßnahme bekommt und das Geld vorstrecken muss und hoffen, dass alles auch später wirklich erstattet wird. Die Schnittstelle zwischen der Metropole Berlin und dem ländlichen Raum stellt eine besondere Herausforderung dar. Hohen Neuendorf selber hat kaum Industrie und ist vor allem zu einer Pendlerstadt geworden. Das bedeutet, dass über 90 Prozent der CO2-Emissionen vor allem vom Verkehr und der Wärme herrühren. Habeck sieht hier vor allem den Bund gefordert: „Die Organisation der Wärmeversorgung ist klar eine kommunale Aufgabe aber der Bund muss hier verstärkt durch Förderprogramme seine Vorbildfunktion nutzen“. Es sei „so 80er“ wenn heutzutage noch der Austausch von alten Ölheizungen in neue Ölheizungen mit öffentlichen Geldern bezuschusst wird, kritisierte Habeck. Insgesamt sei Hohen Neuendorf mit seinen Klimaschutzaktivitäten auf „einem guten Weg“ resümierte der Bundesvorsitzende der Grünen.

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URL:http://benjamin-raschke.de/ambrosia/browse/2/kategorie/natur_und_umweltschutz-2/