Schließung von Massentierhaltungsanlage in Sachsen-Anhalt wichtiges Signal gegen qualvolle Tierhaltungsbedingungen

Der landwirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BENJAMIN RASCHKE hat die Ankündigung des Schweinezüchters Adrianus Straathof, seine Anlage im sachsen-anhaltinischen Gladau zu schließen, als wichtiges Signal gegen Tierquälerei in überdimensionierten Ställen bezeichnet. Medienberichten zufolge gibt der Unternehmer die Anlage im Genthiner Ortsteil Gladau auf, der Bestand von 60.000 Tieren soll verkauft werden. Gegen ihn hatte der Landkreis Jerichower Land wegen Verstößen gegen den Tierschutz ein deutschlandweites Tierhaltungsverbot verhängt. Straathof ist auch in Spree-Neiße in diesem Geschäftsfeld aktiv.

„Der Rückzug des Schweinezüchters ist ein Erfolg der sachsen-anhaltinischen Behörden, die die Vorwürfe der Tierquälerei konsequent verfolgt haben“, sagte BENJAMIN RASCHKE. Aber auch dort, wo keine Verstöße gegen das Tierschutzgesetz nachzuweisen sind, herrschten in der Massentierhaltung oft nicht zu tolerierende Haltungsbedingungen. „Um eine tiergerechte Haltung sicherzustellen, brauchen wir höhere Standards“, sagte BENJAMIN RASCHKE.

Auslöser des Betätigungsverbots des Unternehmers Straathof waren Medienberichten zufolge Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und Hinweise auf eine „Qualzucht“. Die Rede war u. a. von unbehandelten Verletzungen von Tieren, einer „vorbeugenden Antibiotikavergabe“ und der Tötung von Ferkeln ohne sachgerechten Grund. Die Firma Straathof gilt als einer der größten Schweineproduzenten europaweit.

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