Niemand hat die Absicht, eine dritte Startbahn zu bauen?

25.01.16

Grün rechnet Eins und Eins und Eins zusammen:Die Flughafenpolitik von Berlin und Brandenburg setzt auf immer mehr Passagiere, auf mehr Luftverkehr und will ein internationales Drehkreuz – damit steuert sie unweigerlich auf den Bau einer dritten Startbahn zu. Unsere bündnisgrüne Fraktion ist gegen eine weitere Startbahn. Denn das Fliegen schädigt die Umwelt und das Klima mehr als jeder andere Verkehr. Nur weil der Luftverkehr ungerechtfertigt subventioniert wird, erscheint er als preiswerte Alternative. Die BrandenburgerInnen zahlen mit immer neuen Steuergeldern umso mehr drauf. Und die BER-AnwohnerInnen mit einem noch kostbareren Gut: Denn Fluglärm und Abgase schädigen nachweislich ihre Gesundheit.

Was wir fordern:

  • Kein Wachstum um jeden Preis: Mit geringeren Verlusten und ohne immer weitere Steuermilliarden
    kann der BER – wie einmal geplant – als Verkehrsflughafen für den Bedarf von Berlin-Brandenburg arbeiten. Als überdimensioniertes internationales Drehkreuz wird er teuer scheitern.
  • Wir unterstützen die Forderungen des Volksbegehrens gegen eine dritte Startbahn am BER.
  • Kostendeckende und nach Lärmstufen gestaffelte Start- und Landegebühren am BER. Das
    senkt die absehbaren Defizite des Flughafens und reguliert die Nachfrage.
  • Innerdeutsche Flüge auf die Schiene verlagern: Bahn statt Flieger.
  • Ein ostdeutsches Luftverkehrskonzept. Es soll den Verkehr auf allen Flughäfen in den neuen
    Bundesländern sinnvoll steuern und verteilen.
  • Wir fordern weiterhin die Umsetzung des erfolgreichen Volksbegehrens für ein Nachtflugverbot
    von 22 bis 6 Uhr und den vorgeschriebenen Schallschutz für die betroffenen AnwohnerInnen ohne Tricks und Abstriche.

Finden Sie Forderungen der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen im Brandenburger Landtag im Informationsflyer "Niemand hat die Absicht, eine dritte Startbahn zu bauen?"

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