Illegale Abfälle: Landesregierung tappt bei Gefährdungsabschätzung im Dunkeln

Wie eine Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ans Licht brachte, kann die Landesregierung die Unsicherheit über mögliche Gefährdungen durch illegale Abfälle in Brandenburger Tagebauen nicht aus dem Weg räumen. Bisher wurden nur in drei von 20 Tagebauen vertiefende Untersuchungen der dort lagernden Abfälle vorgenommen.

Wie eine Kleine Anfrage der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ans Licht brachte, kann die Landesregierung die Unsicherheit über mögliche Gefährdungen durch illegale Abfälle in Brandenburger Tagebauen nicht aus dem Weg räumen. Bisher wurden nur in drei von 20 Tagebauen vertiefende Untersuchungen der dort lagernden Abfälle vorgenommen. Hierzu äußert sich der umweltpolitische Sprecher BENJAMIN RASCHKE wie folgt:  

„Hier zeigt sich erneut, dass die Landesregierung bei der Einschätzung des Gefährdungspotenzials von illegalen Abfalllagern weitestgehend im Dunkeln tappt. Es liegen kaum aussagekräftige Gefährungsabschätzungen vor. Wie unlängst bekannt wurde, erfolgt meist nur eine Inaugenscheinnahme der Müllablagerungen, vertiefende Untersuchungen sind die Ausnahme. So bleibt weiterhin unklar, was da alles im Boden schlummert und welche Gefahren von den Abfällen ausgehen.

Ich fordere deshalb gründliche Untersuchungen für alle illegalen Müllablagerungen im Land. Ich bin erstaunt, welche Gelassenheit die Landesregierung an den Tag legt. Der Fall Lindower Heide, wo kürzlich von gesundheitsgefährdenden Chemikalien im Grundwasser berichtet wurde, sollte der Landesregierung ein Warnschuss sein“, so RASCHKE.  

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